So finden Sie den richtigen Bürotresor

In den meisten Unternehmen befindet sich immer eine gewisse Summe an Bargeld im Hause, die je nach Branche und Firmengröße unterschiedlich hoch ausfällt. Ob Sie nun Bargeld für den Ankauf Ihrer Ware, Wechselgeld oder die Spesenkasse bereithalten; dieses Geld kann bei Einbruch schnell zum Ziel der Täter werden.
Doch auch andere Dinge gehören in den Bürotresor. So sollten wichtige Dokumente, etwa Besitzurkunden und Verträge, unbedingt gut verschlossen aufbewahrt werden. Im digitalen Zeitalter werden auch immer mehr existenziell wichtige Daten auf externen Festplatten gespeichert, die anschließend ebenfalls einen sicheren Platz zur Aufbewahrung benötigen. Schließlich befinden sich in vielen Unternehmen auch Sachwerte, etwa teure Laptops und Tablets, exklusive Ware oder hochwertiges Spezialwerkzeug. Auch diese Gegenstände sind in einem Tresor am besten aufgehoben.
Bevor Sie jedoch einen Bürotresor anschaffen, sollten Sie wissen, welcher Tresor die ideale Lösung für Ihr Büro ist.

Wofür benötigen Sie den Bürotresor?

Es gibt Tresore in ganz unterschiedlichen Volumenklassen. Wenn Sie lediglich Bargeld oder kleine Teile aufbewahren wollen, reicht ein kleines Exemplar völlig. Anders sieht es aus, wenn Sie Maschinen oder ganze Aktenreihen im Schließfach aufbewahren möchten. Machen Sie eine Bestandaufnahme, um den Überblick darüber zu erhalten, welche Dinge sicher verwahrt werden sollen. So können Sie die perfekte Tresorgröße herausfinden und verschwenden nicht unnötig Geld für einen unpassenden Safe.
Wenn Sie sich über das Volumen des Bürotresors im Klaren geworden sind, ist es sinnvoll darüber nachzudenken, vor welcher Gefahr Ihr Tresor hauptsächlich schützen soll.
Der häufigste Grund für den Einbau eines Tresors ist wahrscheinlich der Schutz vor Diebstahl. Doch gibt es auch Tresore, die explizit feuerfest sind, um beispielsweise einzigartige Dokumente oder Kunstgegenstände bei einem möglichen Brand zu schützen.
Neben diesen Tresorarten gibt es auch Sonderanfertigungen, etwa Waffentresore, die ganz bestimmten gesetzlichen Richtlinien unterliegen.

Wie soll Ihr Bürotresor verschlossen werden?

Üblicherweise sind Tresore mit einem Schlüsselschloss versehen. Dies hat den Vorteil, dass nur derjenige den Tresor öffnen kann, der den Schlüssel besitzt. Das Risiko des Missbrauchs durch Unbefugte kann mit einem Schlüsselschloss auf ein Minimum reduziert werden. Allerdings sind die Schlüssel für Tresore sehr lang und somit unhandlich und auffällig. Der Schlüssel muss also an einem passenden Ort verwahrt werden oder ist, wenn er ständig mitgeführt werden soll, sperrig.
Die Alternative zum Schlüsselschloss ist ein Zahlencodeschloss. Die Kombination besteht aus bis zu acht Ziffern. Das Zahlencodeschloss eignet sich besonders, wenn mehrere Personen Zugang zum Tresor haben. Der Code kann rasch geändert werden, was Sie beispielsweise jährlich tun können, um die Sicherheit zu erhöhen. Auch wenn einer der Verantwortlichen Mitarbeiter das Unternehmen verlässt, kann der Code ausgetauscht werden.

Wo soll Ihr Bürotresor stehen?

Beim Einbau eines Tresors sollten Sie seinen Standort sorgfältig auswählen. Ein schwerer Tresor kann unter Umständen auf einigen Böden nicht aufgestellt werden, beachten Sie also die Statik des Gebäudes. Der Tresor darf nicht zu starker Wärme- und Lichteinstrahlung sowie Feuchtigkeit ausgesetzt werden, um das Material zu schonen.
Einige Tresore können in Möbel, die Wand oder den Boden eingebaut werden. Diese sicheren Versteckmöglichkeiten erschweren Dieben das Auffinden des Safes.

Beachten Sie Normen und Versicherungsvorschriften

Je nachdem, in welcher Branche Sie tätig sind, können Versicherungen bestimmte Vorschriften zur Tresorart festlegen. Erkundigen Sie sich also vor dem Kauf bei Ihrer Versicherung, ob Bestimmungen existieren.
Grundsätzlich gilt: Der Versicherungsschutz für die Wertsachen im Tresor steigt mit der Sicherheitsstufe.
Achten Sie beim Kauf auf die Euro-Norm, die von unabhängigen Instituten geprüft wurde.

Normen

Die Euro-Norm für einbruchsichere Tresore lautet EN 14450 und EN 1143-1. Die Euro-Normen für feuerfeste Safes sind EN 15659 sowie EN 1047-1.

Eine Übersicht über Sicherheitsstufen und die dazugehörigen Normen finden Sie hier:
-S1/EN 14450: Riegelwerk mit doppelwandiger Tür und einwandigem Gehäuse
-S2/EN 14450: doppelwandige Tür mit doppelwandigem Gehäuse
-N /EN 1143-1: mehrwandige Tür und mehrwandiges Gehäuse sowie umlaufender Feuerfalz
-I /EN 1143-1: mehrwandige Tür mit Spezialfüllung und mehrwandiges Gehäuse sowie umlaufender Feuerfalz
-II /EN 1143-1: dreiwandige Tür, dreiwandiges Gehäuse sowie umlaufender Feuerfalz
-III/1143-1: Tür und Gehäuse mit Spezialfüllung
-IV/IV CD/ V/ V CD/EN 1143-1: kompletter Tresor mit speziellem Beton gefüllt

Eine Übersicht über die Feuerschutzklassen und die dazugehörigen Normen finden Sie hier:
-LFS30 P/ EN 15659: 30 Minuten leichter Feuerschutz für Papiere
-LFS60 P/ EN 15659: 60 Minuten leichter Feuerschutz für Papiere
-S60 P/ EN 1047-1: 60 Minuten Feuerschutz für Papiere
-S120 P/ EN 1047-1: 120 Minuten Feuerschutz für Papiere
-S60 DIS/ EN 1047-1: 60 Minuten Feuerschutz für feuchtigkeits- und hitzeempfindliche Datenträger
-S120 DIS/ EN 1047-1:120 Minuten Feuerschutz für feuchtigkeits- und hitzeempfindliche Datenträger

Die Feuerschutzklassen sind in den verschiedenen, oben genannten Sicherheitsstufen erhältlich.

Sobald Sie sich darüber im Klaren sind, welcher Tresor es für Ihr Büro sein muss, wird ein Fachmann Sie gerne umfassend zum Einbau, Volumen und den Sicherheitsstufen beraten. Da die Sicherheitsstufen der Tresore regelmäßig den sich weiter entwickelnden Einbruchwerkzeugen angepasst werden, kann ein Fachberater Sie auch über neueste Bestimmungen aufklären.
Ein Tresor ist in jedem Fall eine gute Investition in die Sicherheit Ihres Unternehmens.